Mit dem Hund durch Dresden - Parks für Vierbeiner

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Ich war schon in vielen Städten Deutschlands, aber kaum eine ist so hundefreundlich wie Dresden. Wer in Elbflorenz ein paar schöne Tage verbringen möchte, muss seinen Fellkumpel nicht daheim lassen. Denn hier gibt’s in besten Lagen Auslaufgebiete, wo Bello oder Rex nicht einmal an die Leine genommen werden müssen.

Was aber noch viel besser ist: Während der Hund sein Geschäft erledigt, in saftigen Wiesen schnüffelt und Bekanntschaft mit einheimischen Vierbeinern macht, kann man selbst noch einige Sehenswürdigkeiten „mitnehmen“. Win-Win-Situation, gewissermaßen.

Käthe-Kollwitz-Ufer

Dresden liegt an der Elbe. Und genau dort sind meiner Meinung nach die besten Orte für den Hund. Am häufigsten bin ich mit meiner Mischlingsdame Siska am Käthe-Kollwitz-Ufer anzutreffen. Zwischen der Waldschlösschenbrücke und dem Schillerplatz mit der Loschwitzer Brücke, auch Blaues Wunder genannt, werden Mensch und Tier glücklich. Denn enorm weitläufige Elbwiesen mit mehreren Wegen - sogar direkt an der Elbe - ermöglichen ausgiebige Touren. An heißen Tagen finden sich am Elbufer etliche Stellen zum Abkühlen oder Einlegen einer Pause. Mein Tipp: In der Nähe der Waldschlösschenbrücke starten und stadtauswärts Richtung Schillerplatz gehen. Hier warten mit die schönsten Perspektiven auf Gäste: Auf der anderen Elbseite Schloss Albrechtsberg, das Lingnerschloss und Schloss Eckbert, geradeaus das Blaue Wunder mit dem Fernsehturm. Einfach großartig! Am Schillerplatz empfehle ich eine kleine Stärkung: Curry & Co mit einer der besten Currywürste der Stadt oder Charlottes Enkel mit hervorragenden Kaffee zum Mitnehmen? Mehr braucht kein Mensch.

Rennender Hund am Käthe Kollwitz Ufer in Dresden
Blick auf das Käthe Kollwitz Ufer in Dresden

 

Tolkewitzer Elbufer

Alternativ zum Käthe-Kollwitz-Ufer lohnt es sich noch rund zwei Kilometer weiter zu fahren. Am Tolkewitzer Elbufer an der Tolkewitzer Straße ist die Wahrscheinlichkeit größer neue Hundekumpels zu treffen und etwas Ruhe aufzusaugen. Im Sommer besuche ich gelegentlich einen winzigen, sehr spartanischen Biergarten. Der Trollgarten besitzt seinen eigenen Charme - schön. Ein guter Orientierungspunkt ist der Johannesfriedhof, der zwischen Tolkewitzer Straße und Wehlener Straße liegt. Der ist übrigens für Interessierte eine echte Empfehlung. Zahllose Persönlichkeiten ruhen hier in mächtigen Gruften und teils spektakulären Gräbern. So erlebt man Dresdens Geschichte auf etwas andere Art und Weise.

Sonnenuntergang am Tolkewitzer Ufer
Tolkewitzer Ufer

 

Carusufer

Wer dagegen eher Richtung Altstadt nach geeigneten Auslaufflächen sucht, sollte sich bewusst sein, dass in der Innenstadt Leinenpflicht herrscht. Ein paar Kilometer muss man sich schon entfernen, möchte man seinem besten Freund etwas Gutes tun. Prima gelegen sind die Elbwiesen hinter der Albertbrücke am Carusufer. Meist kann ich mich nicht entscheiden, denn: Laufe ich in die eine Richtung, erwartet mich das grandiose Altstadt-Panorama Dresdens in voller Schönheit. Gehe ich dagegen in die andere Richtung, wartet auf mich das Eiscafé Rosengarten, in dem es sich gerade im Sommer gut sitzen lässt. Noch ein kleines Stück weiter bringt mich ein kleines Fährboot direkt zum Fährgarten Johannstadt, einem schönen, authentischen Biergarten. Und das alles kann man prima auch mit dem Hund besuchen, ohne dass es zu stressig wird.

Carusufer
Rennender Hund am Carusufer

 

Fischhausstraße

Gut, die Elbe muss es nicht immer sein. Vor allem weil der Stadtwald, die Dresdner Heide, nicht weit entfernt ist. Von der Innenstadt aus sind es rund sechs - sieben Kilometer bis zum 6133 Hektar großen Waldgebiet. Hier rate ich dringend zu einer geeigneten Karte oder einem GPS-Gerät, denn für Unkundige ist das Risiko recht hoch, sich zu verlaufen. Am sichersten ist es direkt über die Fischhausstraße in die Heide zu fahren. Kurz hinter dem gut ausgeschilderten Restaurant Fischhaus entdeckt man einen großen Wanderparkplatz. Für kleine Touren ist dieser Ausgangspunkt optimal.

 

Hellerberge

Wie wäre es mit einem außergewöhnlichen Tipp, den nicht einmal alle Dresdner Hundebesitzer kennen? Kein Problem: Am Stadtrand lockt „Hellerberge“. Der ehemalige Truppenübungsplatz verwandelte sich in den letzten Jahren zu einer faszinierenden, weitläufigen Heidelandschaft - und das so nah an der Stadt. Irgendwie kurios, aber auch sehenswert - vor allem für diejenigen, die gerne mit ihrem Hund ein paar Kilometer laufen möchten. Am besten ist es auf der Magazinstraße einen Parkplatz zu suchen und von dort die Tour zu starten. Auch hier rate ich zu einer Karte oder einen Blick auf openstreetmap.org. Aber ganz ehrlich: Es lohnt sich! Meine Siska mag es dort total. Ich ebenfalls.

Hellerberger
Hund am Hellerberger

 

Wer seinen Hund nicht von der Leine nehmen mag, kann ihn getrost mit in den Großen Garten nehmen. Meine erste Wahl ist die schöne Parkanlage. Dort kann ich mit meiner Siska ungehemmt spielen, ohne Angst zu haben, dass mich Kontrolleure ermahnen. Dennoch: Dresden bietet gerade dank der weitläufigen Elbwiesen so viel für Hunde und ihre Besitzer. Von dem nicht weit entfernten Abenteuerspielplatz, der sich Sächsische Schweiz nennt, ganz zu schweigen.

Wie großzügig die Stadt Dresden beim Leinenzwang ist, erkennt man in der Polizeiordnung.  In Alt- und Neustadt muss man den Hund rannehmen - mehr nicht.

Artikel und Fotos: Sven

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